Verbesserte Sicherheit

Die „Schware Mare“ erhält „Fußkettchen“

Für Aufsehen sorgte vor kurzem ein im Auftrag des MDR-Verbrauchermagazins Umschau  von der Dekra durchgeführter Test, der untersuchen sollte, inwiefern sich mobile Betonblöcke, wie sie in jüngster Zeit als Schutz vor terroristischen Anschlägen mit schweren Fahrzeugen verwendet werden, dafür auch eignen. Das Ergebnis war niederschmetternd: die  vermeintlichen Barrieren wurden vom Lkw einfach zur Seite geschoben.

Dabei war ein anderer Ausgang eigentlich nicht zu erwarten gewesen. Das Problem ist ein rein physikalisches: Ein Betonblock mit einem Volumen von 0,65 Kubikmetern wiegt „lediglich“ 1,50 Tonnen – ein beladener Lkw schnell mal das 20-fache. Die Kombination aus einem solchen Gewicht und einer hohen Geschwindigkeit setzt beim Aufprall auf eine stehende Barriere enorme Kräfte frei. Ein einzelner Betonklotz hat da keine Chance. Er wird einfach zur Seite katapultiert und verlangsamt das zur Waffe umfunktionierte Vehikel nur minimal.

Dass Betonblöcke bislang trotzdem als Barrieren auf öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt wurden, liegt vorrangig daran, dass sie günstig, ökologisch und flexibel zugleich sind. Ihr Effekt ist aber eher ein  psychologischer: der Gast der Veranstaltung fühlt sich sicherer. Nun, da man um die Wirkungslosigkeit der Betonblöcke weiß, ist dieser „Placebo-Effekt“ ausgehebelt, und man fragt sich vielerorts, wie es in Zukunft weitergehen kann. Wie könnte eine flexible, kostengünstige und zugleich effektive Straßensperre aussehen?

Die Antwort unseres Ingenieurbüros darauf: Mehrere Betonbarrieren werden über Stahlseile miteinander verbunden, so dass eine durchgehende „Betonkette“ entsteht. Die Quader wirken so im Falle eines Fahrzeugaufpralls in gemeinschaftlicher Arbeit gegen die Wucht des Vehikels. Zusätzlich verstärkt wird die Wirksamkeit der Kette dadurch, dass im Abstand von etwa 15 Metern besonders schwere Betontürme mit  „aufgefädelt“ werden. Diese können als  Werbeflächen genutzt - vom Besucher werden sie dann als eine Art Litfasssäule wahrgenommen – oder aber auch anderweitig gestaltet werden. Wir sind dabei, uns diese Erfindung patentrechtlich schützen zu lassen.

Von unserem Ingenieurbüro erdacht, wird das System von unserem Betonfertigteilwerk hergestellt. Erstmals angewendet wird eine Variante auf dem „Gerner“, dem weithin bekannten und beliebten Volksfest, das am Freitag, dem 21. April, anfängt.

Nähere Informationen gibt’s hier.