Wintercheck fürs Auto

Sie wollen Ihr Auto im Winter sicher verwahren? Dann lohnt sich die Investition in eine Garage. Denn wer eine Garage oder einen Carport besitzt, hat nicht nur im Winter gegenüber anderen Autofahrern einen Vorteil. Die Garage schützt effektiv vor Feuchtigkeit und somit vor Korrosion. Wer sein Auto im Freien parkt, setzt es leider potentiellen Gefahren, wie Sturmschäden, Diebstahl und Vandalismus aus.

Auch lästiges Eiskratzen und Schneewischen können Sie sich mit der Unterbringung in einer Garage sparen. In der Regel frieren Türdichtungen und Schlösser nicht ein, wenn das Auto in der Garage steht. Der Motor produziert genug Restwärme, damit es schon sehr kalt werden muss, bis die Temperaturen dort unter den Gefrierpunkt sinken.
Ein Carport schützt zwar nicht gegen Frost, ist aber effektiv gegen Schnee und herabfallendes Laub oder Zweige. Auch so wird der Verschleiß Ihres Wagens wirkungsvoll eingedämmt. Regen, Eis und Schnee setzten Ihrem Fahrzeug genauso zu, wie die matschigen Straßen und die permanente Feuchtigkeit. Minimieren Sie den Verschleiß und erhöhen Sie Ihre Sicherheit:

1. Winterreifen
Grundsätzlich gilt: Winterreifen sind Pflicht von Oktober bis Ostern! In jedem Fall sollten Sie frühzeitig die Profiltiefe der Winterreifen überprüfen. Beträgt diese weniger als vier Millimeter, sollten Sie die Reifen austauschen. Auch wenn Ihre Winterreifen älter als zehn Jahre sind, ist ein Wechseln zu empfehlen.

2. Frostschutzmittel
Scheibenwaschflüssigkeit und Kühlflüssigkeit sollten mit Frostschutz versehen werden. Wichtig hierbei: Füllen Sie immer nur das vom Hersteller vorgesehene Mittel ein. Andernfalls riskieren Sie eine Verstopfung der kleinen Kühlkanäle. Hierzulande ist ein Frostschutz bis minus 25 Grad mehr als ausreichend.

3. Batterie
Eine der häufigsten Pannenursachen im Winter ist die Autobatterie. Diese wird in der kalten Jahreszeit nämlich extrem beansprucht.  Um die Lebensdauer Ihre Batterie zu erhöhen, hilft in erster Linie Stromsparen. Das ist im Winter zwar nicht immer komfortabel, aber zumindest effektiv. Gebläse, beheizbare Heckscheibe und Sitzheizungen gehören zu den größten Stromfressern. Wer also sparen will, sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren und nur das Licht einschalten.
Ist Ihre Batterie älter als fünf Jahre, sollten Sie in einer Werkstatt die Leistungsfähigkeit überprüfen lassen.  So verhindern Sie, dass Sie eines Morgens böse überrascht werden, weil Ihr Auto nicht anspringt.

4. Beleuchtung
Gerade im Winter ist eine einwandfreie Beleuchtung extrem wichtig. So sehen Sie bei schlechten Witterungsbedingen besser und werden auch schneller von Anderen wahrgenommen. Eine Kontrolle der Lichter in der Werkstatt ist in jedem Falle sinnvoll.

5. Scheibenwischer
Handbesen und Eiskratzer gehören deshalb im Winter zur Standartausrüstung. Entdecken Sie kleine Risse auf den Wischerblättern, sollte Sie diese austauschen. Andernfalls verschmiert die Scheibe beim Wischen.

6. Türdichtung
Wenn es tagsüber regnet und nachts friert, lassen sich die Autotüren oft nur mit Mühe öffnen. Bei zu viel Anwendung von Muskelkraft, können die Gummidichtungen schnell reißen und ein Austausch ist alles andere als kostengünstig. Um dem Vorzubeugen, empfiehlt es sich die Auflageflächen der Gummis regelmäßig zu reinigen. Da Schmutz Feuchtigkeit anzieht, frieren dreckige Dichtungen schneller ein als saubere.
Garagenbesitzer haben in der Regel nicht das Problem einer zugefrorenen Dichtung.

7. Türschlösser
Wer sein Auto morgens nicht mit einem Türschlossenteiser, heißem Wasser oder einem Fön behandeln will, sollte einem eingefrorenen Türschloss vorbeugen. Wenn Sie nicht das Glück haben, eine Garage zu besitzen, können Sie das Schloss vor Kälteeinbruch mit Grafitspray behandeln. Alternativ können Sie auch etwas WD40 auf das Türschloss spritzen, dies verhindert das Einfrieren und  die Rostbildung. Einfach aber effektiv: Kleben Sie Tesafilm über das Schlüsselloch und verhindern Sie somit, dass Wasser einfließt.

8. Winteröl
Um einen stotternden Motor zu verhindern, wird empfohlen von Sommer auf Winteröl zu wechseln. Dies gilt allerdings nur bei extrem eisigen Temperaturen. Winteröl ist dünnflüssiger als Sommeröl und deshalb gut für sehr kaltes Klima geeignet.

Quelle: ADAC