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Für die Justizvollzugsanstalt Landshut hat der Künstler Josef Sailsdorfer, Neufraunhofen, ein Kunstwerk, bestehend aus 3 Skulpturen, geschaffen. Der Baustoff Beton ordnet sie in die „architectura povera“ ein.
Ausgangspunkt ist die liegende Ringskulptur im Freigänger-Innenhof. Sie kann zugleich als Sitzbank genutzt werden. Aus einem über die Hälfte großen Kreissegment und 5 kleineren Segmenten, vergleichbar einzelnen Individuen, gefügt, ergibt sich in der Zusammensetzung etwas schon auf den Weg Gebrachtes, aber noch nicht Vollendetes. Adäquat zu unserem Rechtssystem und Gesetz liegt die Ronde geordnet und in sich stimmig im Innenhof.
Aus der Anstalt heraus sehen die Insassen auf die zweite Skulptur im Zufahrtsbereich, wo es hinführen könnte. Der zweite Kreis ist aus den gleichen Teilen aufgerichtet und mit den einzelnen Segmentgliedern gewölbeartig geschlossen und symbolisiert die Eingliederung und Bewältigung des Lebens in der freien Gesellschaft.
Standort für die dritte Skulptur ist der Hofraum im geschlossenen Vollzug. Sie setzt sich aus den ausgerollten Teilen des Ringes zu einer aufrecht stehenden Nadel zusammen, die sich von der Erde zum Himmel streckt und aus dem Andachtsraum heraus gut wahrgenommen werden kann. Der Pfeiler steht sinngemäß für die Auseinandersetzung jedes Einzelnen mit seiner ethisch nicht zu rechtfertigenden Tat.
Die Ringe haben einen Außendurchmesser von 6,45 Meter, die Säule ist 18,84 Meter hoch. Gefertigt sind sie aus in mattem Grün und kräftigem Antrazith durchgefärbtem Beton.