Laumer Bergtour 2019

Nachdem wir in den letzten Jahren unseren Ausflug jeweils verschieben mussten, hatte es diesmal endlich wieder mal auf Anhieb geklappt mit dem Wetter - und wie: Schon eine Woche vorher war herrlichstes Wanderwetter vorausgesagt worden, was sich prompt in der  Zahl der Anmeldungen niederschlug. Vielleicht ließen sich aber einige der 33 Teilnehmer (so viele waren wir noch nie!)  auch von der Tour selbst locken, die mehr Genuss als Schweiß versprach und vor allem besonders familientauglich war.

So freuten wir uns über viele jungen Gesichter, bedauerten, dass sich dafür die Hunde ausklinken mussten (um das Risiko von Angstpfützen  in der historischen Predigtstuhlbahn auszuschließen) und bewältigten nach einer zwischenfalllosen Anfahrt die ersten 1.140 Höhenmeter gleich mal im schwebenden Zustand.

Der sollte uns angesichts des leichten, im rhythmischen Wechsel von Auf und Ab angenehm dahinschwingenden Wegs und der herrlichen umgebenden Bergwelt auch erhalten bleiben. Und so war der erste Gipfel, der Hochschlegel, schnell erreicht. Für den Unterhaltungsteil sorgte wie schon so oft unser treuer Wanderrentner, der Hölzlwimmer Xaver – diesmal erfreulicherweise mit alpenländischen Weisen auf der Mundharmonika, hatte er uns doch früher oft mit vertrackten Geschicklichkeitsspielen zur Verzweiflung gebracht. Sehr angetan wäre Firmenchef Richard Laumer über ein weiteres Highlight gewesen: eine veritable Hochbaustelle auf 1.668 Meter – aber er hatte ja in Japan Besseres zu tun und versäumte so zum 1. Mal nach 24 Jahren die Laumer Bergtour.

Vom Hochschlegel aus war der 2. Gipfel, der Karkopf (1.738 Meter), nur mehr ein Klacks.
Nach einer Gipfel-Vorspeise, die sich jeder selbst mitgebracht hatte, der herrlichen Aussicht auf das Sonntagshorn, das Watzmannmassiv, den Hochkalter, die Reiteralm und die Schlafende Hexe, wie uns unsere Spezialisten Huber Xaver, Eckmeier Sepp und Wintersperger Michael glaubhaft versicherten,  sowie dem obligatorischen Gipfelfoto ging es dann flotten Schritts wieder zurück zur  Schlegelmuldenalm. Dort hatte Herr Eckmeier für uns in weiser Voraussicht Tische reserviert, denn das traumhafte Bergwetter hatte auch viele andere angelockt, und so hatten wir wenigstens gemütliche Plätze, um auf das gute Essen (wenn auch allzu lange) zu warten. Verkürzt wurde uns die Zeit mit dem fachlich einschlägigen Nebenschauplatz, bei dem zwar nicht Berge und auch keine Fertiggarage, aber eine Berghütte versetzt wurde.

Plötzlich heraufziehender Nebel hinderte uns daran, die Tour mit einem Abstecher auf den Gipfel des Predigtstuhls abzurunden. Dafür konnten wir den Tag beim Anstehen an der Gondel Revue passieren lassen, die zu tun hatte, um mit ihrer historischen Kapazität von 22 Personen alle Ausflügler wieder ins Tal zu bringen.