Die Richard-Laumer-Halle

gehört eigentlich nicht zum Unternehmen Laumer. Wenn sie hier trotzdem angeführt wird, dann deshalb, weil sie nicht zufällig durch ihren Namen eng mit der Firma und der Familie verbunden ist.

Ein dreiviertel Jahr nach seinem Tod wurde der Firmengründer und Massinger Ehrenbürger Richard Laumer auf eine besondere Weise geehrt:
„In Anerkennung an einen großen Sportler und Gönner“ benannte der TSV Massing seine Halle nach ihm und gab ihr den Namen  „Richard-Laumer-Halle“. Damit würdigt der Verein die Verdienste, die sich Richard Laumer in mehrfacher Hinsicht erworben hat: in seiner Jugendzeit als hervorragender Turner, der zusammen mit seinem Bruder Wilhelm den Massinger Verein in landesweiten Turnwettkämpfen vertreten hat, und später als sein Förderer, der er zeitlebens war. Nicht zuletzt konnte die nach ihm benannte Halle mit seiner Unterstützung realisiert werden.

Ausgeführt wurde der Bau von der Laumer Bautechnik in einer Fertigteilkonstruktion, die einige Besonderheiten aufweist und damit dem Namensgeber gerecht wird, der nicht nur Gründer und Chef der Firma war, sondern sein ganzes Leben lang vor allem auch ein begeisterter Bauingenieur und Statiker.

Heute wird die Halle nicht nur für sportliche Aktivitäten des TSV, z.B. von den Stockschützen, genutzt, sondern auch für Vereins- und kulturelle Veranstaltungen.

 

Wir laden Sie ein zu einem virtuellen Rundgang durch die „Richard-Laumer-Halle“, bei der Sie bitte auf folgende Besonderheiten achten:

Die Hallenkonstruktion als „Statischer Rahmen“ stellt im Betonfertigteilbau eine absolute Rarität dar; sie ist sonst nur im Stahlbau üblich. Im Unterschied zur herkömmlichen Bauweise, bei der die Stützen in den Fundamenten eingespannt sind und die Binder frei tragend und gelenkig zwischen den Stützenköpfen liegen, sind hier die Stützen gleich mit den angeformten Dachriegeln ausgeführt. In der Mitte des Firsts gelenkig miteinander verbunden, bilden jeweils 2 davon Stütze und Dachbinder gleichzeitig. Vorteile dieser Konstruktion sind die elegante Form  und die schlanke Konstruktionshöhe in der Hallenmitte.

Nicht von außen sichtbar ist die Besonderheit der Wände. Es handelt sich dabei um eine „Thermo-Null-Wand“, bei der zwei besonders dünne Betonschalen die Wärmedämmung umschließen und von außen und innen schützen.