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LAUMER - ein starkes Stück Bautechnik

Begeisterung am bautechnischen Fortschritt und Freude am ständigen Dazulernen - das waren die Antriebskräfte, die Richard Laumer 1956 dazu bewogen, seine eigene Firma zu gründen. Dabei ging es ihm weniger um betriebswirtschaftliche Ziele im Sinne von Steigerung der Umsätze. Sein Ehrgeiz bestand vielmehr im Austüfteln der besten Lösung, sowohl was die Technik als auch die Baukosten anbelangt.

Auf dieser Neugier und Innovationsfreude basierend, ist seither ein Unternehmen entstanden, wie es in seiner Vielseitigkeit auf dem Bausektor nur selten zu finden ist. Ausgehend vom Stahlbetonfertigteilbau, kamen sukzessive der Garagenbau, Holzbau, Komplettbau, die statische  Bauwerkssanierung durch Klebeverstärkung, Risseverpressung und Spritzbeton sowie der Spezialtiefbau als weitere Betätigungsfelder hinzu.

Heute wird das Unternehmen von der zweiten Generation geführt und beschäftigt mittlerweile über 300 Mitarbeiter. Das Firmengelände im niederbayrischen Massing umfasst 65.000 m².

DAS BÜRO AM BAHNHOF (BAB)

2009 erweiterten wir in unmittelbarer Nähe zum Bürogebäude und in Nachbarschaft zum Massinger Bahnhof unser Büro mit einem markanten dreigeschossigen Bürotrakt, der über einen Steg an das bestehende Bürogebäude angeschlossen wurde.

Die im Erdgeschoss offene Gebäudekonstruktion ermöglicht das Parken im Eingangsbereich. Erschlossen wird das Gebäude durch einen zentralen Treppenhauskern, der sich im nördlichen Bereich des Gebäudes als vertikal gliederndes Element an der Fassade abzeichnet.

Der Entwurf stammt aus eigenem Haus, von unserem Architekten Dipl.-Ing. Heinz Eberherr. Das Gebäude wurde von der Bayerischen Architektenkammer für die Architektouren 2010 ausgewählt.

Als Spezialisten für den Raummodulbau ist auch die Aufstockung des BaB im Jahr 2018 in dieser Bauweise erfolgt. In 5 Modulen wurden weitere 10 dringend notwendige Arbeitsplätze geschaffen. Am 24. September 2018 erfolgte die Montage der Module, welche nur einen einzigen Tag dauerte. An Tag 5 war auch schon das Dach fertig.

Innerhalb von nur zwei Monaten konnten wir die Außenarbeiten und den kompletten Innenausbau realisieren, sodass wir Ende November mit einem Open House Warming die neuen Räume einweihen konnten.

BEWEHRUNGSHALLE

2012 ersetzten wir unsere Eisenbiegerei durch den 4.500 qm großen Neubau einer modernen Bewehrungshalle. Die Wände aus anthrazit durchgefärbten Stahlbetonfertigteilen (selbstverständlich aus eigener Produktion) sind nicht nur architektonisch ansprechend – sie beherbergen gleichzeitig ein ausgeklügeltes System zur Energiegewinnung für die Raumbeheizung.

Ausgestattet mit vollautomatischen Bewehrungsbearbeitungsanlagen und einer Mattenschweißanlage auf dem neuesten Stand der Technik wird hier der Bewehrungsstahl für unsere Fertiggaragen und Stahlbetonfertigteile gebogen und geflochten.

SCHLOSSEREI

Unsere werkseigene Schlosserei ist ein wichtiger Nebenbetrieb mit einem vielfältigen Aufgabenbereich.
Zum einen ist er für Wartung und Instandhaltung unserer Produktionsanlagen und -maschinen verantwortlich, ebenso wie für unseren Fuhrpark, der aus 200 Pkw, Kombis, Lkw, Anhängern und Werksfahrzeugen besteht.

Wichtiges Aufgabenfeld ist aber vor allem auch die Konstruktion von Sonder- und Einbauteilen, sowie das Schweißen von Betonstahl für die Produktion unserer Stahlbetonfertigteile. Daneben stellt unser leistungsstarkes, 13-köpfiges Team kleinere Stahlbauten, wie Vordächer oder Außentreppen her.

Seit 2015 ist die Schlosserei in einem großzügigen Neubau untergebracht. Die bereichsweise zweigeschossige Halle beherbergt neben verschiedenen Material- und Reifenlagern mehrere Schweißzellen, eine eigene Lackierhalle, eine KFZ-Wartungsgrube und eine PKW-Hebebühne.
Absolut innovativ ist die Beheizung durch ein selbst entwickeltes Massivabsorbersystem, das in der aus Stahlbeton-Sandwichwänden bestehenden Süd- und Westfassade eingebaut ist. Im Zusammenspiel mit einem mehrzelligen unterirdischen Thermospeicher und einer vollflächigen Fußbodenheizung im Industrieboden können die auf den bewusst anthrazit gehaltenen Fassadenflächen auftretenden solaren Energien aufgenommen, gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt zur Hallenbeheizung wieder abgerufen werden.

RAUMMODULHALLE

In der 2017 fertiggestellten Raummodulhalle sind zwei Schalungen untergebracht. Namensgebend ist die extra für Laumer konstruierte Raummodulschalung, mit der besonders maßflexible Stahlbeton-Raummodule in höchster Qualität hergestellt werden. Die Halle wurde an eine bereits bestehende Produktionshalle für Fertiggaragen angebaut, so dass sie mit ihrer außergewöhnlichen Höhe zudem als Verladeplatz für besonders große Baukörper genutzt werden kann. Neben den beiden Schalungen beherbergt sie einen aufgeständerten Fertigungsbereich zur Herstellung der Bewehrungskörbe sowie einen Finish-Bereich zum teilweisen Ausbau der Module. Drei Brücken-, ein Portal-, ein Geländer- sowie ein Säulendrehkran und ein Dreh- und Verschiebeschlitten bewegen die bis zu 40 Tonnen schweren Teile auf die Verladefläche. Mit einer Gesamtnutzfläche von ungefähr 3500 Quadratmetern und einer Firsthöhe von etwa 15 Metern gehört diese jüngste Werkshalle zugleich zu den imposantesten des Massinger Werkes.

Die in drei Horizontalen gegliederte Fassadenfläche aus Stahlbeton-Sandwichwänden mit Vorsatz aus Farbbeton bietet ein ganz besonderes Architekturbeton-Highlight: Bei der obersten Wandplattenzeile wurde – für eine industrielle Produktionshalle eine landesweite Premiere – ein Herstellverfahren namens „graphic concrete“ eingesetzt. Bei diesem Verfahren wird durch das partielle Ablösen der obersten Zementleimschicht eine untere Schicht freigelegt, die sich farblich absetzt. Es ergibt sich eine Strichcode-ähnliche Oberflächenstruktur, die ein Muster abbildet. Auf die Spitze getrieben wurde das Verfahren auf der Südseite der Raummodulhalle, an der gleich ein ganzes Bild erzeugt wurde.

Dass sämtliche Elemente von unserer eigenen Fertigteilabteilung hergestellt wurden, versteht sich von selbst.

DIE RICHARD-LAUMER-HALLE

gehört eigentlich nicht zum Unternehmen Laumer. Wenn sie hier trotzdem angeführt wird, dann deshalb, weil sie nicht zufällig durch ihren Namen eng mit der Firma und der Familie verbunden ist.

Ein dreiviertel Jahr nach seinem Tod wurde der Firmengründer und Massinger Ehrenbürger Richard Laumer auf eine besondere Weise geehrt:
„In Anerkennung an einen großen Sportler und Gönner“ benannte der TSV Massing seine Halle nach ihm und gab ihr den Namen  „Richard-Laumer-Halle“. Damit würdigt der Verein die Verdienste, die sich Richard Laumer in mehrfacher Hinsicht erworben hat: in seiner Jugendzeit als hervorragender Turner, der zusammen mit seinem Bruder Wilhelm den Massinger Verein in landesweiten Turnwettkämpfen vertreten hat, und später als sein Förderer, der er zeitlebens war. Nicht zuletzt konnte die nach ihm benannte Halle mit seiner Unterstützung realisiert werden.

Ausgeführt wurde der Bau von der Laumer Bautechnik in einer Fertigteilkonstruktion, die einige Besonderheiten aufweist und damit dem Namensgeber gerecht wird, der nicht nur Gründer und Chef der Firma war, sondern sein ganzes Leben lang vor allem auch ein begeisterter Bauingenieur und Statiker.

Heute wird die Halle nicht nur für sportliche Aktivitäten des TSV, z.B. von den Stockschützen, genutzt, sondern auch für Vereins- und kulturelle Veranstaltungen.

Wir laden Sie ein zu einem virtuellen Rundgang durch die „Richard-Laumer-Halle“, bei der Sie bitte auf folgende Besonderheiten achten:

Die Hallenkonstruktion als „Statischer Rahmen“ stellt im Betonfertigteilbau eine absolute Rarität dar; sie ist sonst nur im Stahlbau üblich. Im Unterschied zur herkömmlichen Bauweise, bei der die Stützen in den Fundamenten eingespannt sind und die Binder frei tragend und gelenkig zwischen den Stützenköpfen liegen, sind hier die Stützen gleich mit den angeformten Dachriegeln ausgeführt. In der Mitte des Firsts gelenkig miteinander verbunden, bilden jeweils zwei davon Stütze und Dachbinder gleichzeitig. Vorteile dieser Konstruktion sind die elegante Form und die schlanke Konstruktionshöhe in der Hallenmitte.

Nicht von außen sichtbar ist die Besonderheit der Wände. Es handelt sich dabei um eine „Thermo-Null-Wand“, bei der zwei besonders dünne Betonschalen die Wärmedämmung umschließen und von außen und innen schützen.

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